|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
LEONI vorläufige Zahlen 2010 überzeugen 15.02.2011
Montega AG
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Hendrik Emrich, Analyst der Montega AG, stuft die Aktie von LEONI (ISIN DE0005408884 / WKN 540888) von "halten" auf "kaufen" hoch.
LEONI habe heute vorläufige Zahlen für FY 2010 gemeldet, die sowohl bezüglich des Umsatzes als auch des operativen Ergebnisses 5 bis 6% oberhalb der Analystenschätzungen gelegen hätten. Der Konzernumsatz habe sich auf 2,96 Mrd. Euro (Montega-Schätzung: 2,82 Mrd.) belaufen, was einem Zuwachs von gut 37% gegenüber 2009 entspreche und für Q4 Wachstumsraten auf dem Niveau der Vorquartale ergebe. Als Gründe seien die bis Jahresende dynamische Automobilnachfrage (kein typisches "Produktionsloch" um Weihnachten) sowie der nochmals gestiegene Kupferpreis genannt worden. Dieser liege aktuell nahe seines Allzeithochs von 7.560 Euro pro Tonne, was auch den Umsatz in Q1 2011 deutlich stimulieren sollte.
Das EBIT 2010 sei mit 131 Mio. Euro berichtet worden (Marge 4,4%; Montega-Prognose: 124 Mio. Euro). Während sich der steigende Kupferpreis durch die Weitergabe der höheren Einstandskosten an die Kunden positiv auf den Umsatz auswirke, sei der Ergebniseffekt allenfalls neutral. Dies sei auch der Grund, warum die Analysten ihre EBIT-Margenschätzung für 2011e auf 6,0% (von 6,1%) leicht reduzieren würden. Aufgrund ihrer um rd. 100 Mio. Euro erhöhten Umsatzprognose für 2012e (zahlreiche neue Bordnetzaufträge) und des hohen Deckungsbeitrages von rd. 20%, würden die Analysten ihre EBIT-Margenschätzung 2012e von 6,3% auf 6,5% erhöhen.
Wenngleich LEONI nach heutigem Stand für Q1 2011 mit "keinen wesentlichen finanziellen Belastungen" aus den Unruhen in Tunesien und Ägypten rechne (beide Bordnetzstandorte würden insgesamt rd. 30% der Gesamtbelegschaft ausmachen), dürften sich hieraus marginale Belastungen für die Q1-Ergebnisse ergeben. Nach Angaben des Unternehmens habe sich die Situation in Tunesien normalisiert, während der Im- und Export von Teilen von und nach Ägypten noch immer leichte Probleme bereite.
Sofern die für die OEMs zeitkritischen Bordnetzteile per Luftfracht ausgeflogen werden müssten, finde eine Kostenteilung zwischen LEONI und den Kunden statt. Diese dürfte jedoch eher zugunsten LEONIs ausfallen, da die Kunden zustimmen müssten, dass LEONI die Teile in Nordafrika fertige (erheblich geringes Lohnkostenniveau) und im Falle von Störungen der Lieferkette Zusatzkosten auf die Bordnetzkunden zukämen, wie es aktuell der Fall sei.
Auffallend positiv sei der Abbau der Nettoverschuldung in Q4 verlaufen, die von 512 Mio. Euro per 30.9.2010 auf unter 445 Mio. Euro reduziert worden sei. Wenngleich im letzten Quartal generell hohe Cashflows generiert würden (Working Capital-Abbau), sei der Rückgang des Net Debt um fast 70 Mio. in einem Quartal überraschend hoch ausgefallen. LEONI werde somit nach und nach seinen "Makel" der extrem hohen Verschuldung los, was mittelfristig auch für eine höhere Bewertung der Aktie spreche.
Die Analysten hätten ihr Modell dementsprechend angepasst und insbesondere die Schätzungen für das Nettoumlaufvermögen und die Verschuldung reduziert.
LEONI habe die Umsatzguidance 2011 mit "mehr als" 3,1 Mrd. Euro unverändert belassen und gehe weiter von "deutlich steigenden Erträgen" aus. Trotz der leichten Anhebung ihrer Margenerwartung 2012 würden die Analysten mit ihrer Schätzung unterhalb der Margen-Prognose des Unternehmens von 7% liegen. Auf Basis der neuen Schätzungen resultiere aus ihrem DCF-Modell ein Kursziel von 39,70 Euro (alt: 33,0).
Insofern stufen die Analysten der Montega AG die LEONI-Aktie von "halten" auf "kaufen" hoch, zumal die Situation in Nordafrika weitgehend im Griff zu sein scheint. (Analyse vom 15.02.2011) (15.02.2011/ac/a/d)
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|